Leon- abgebrochene VG- Krankheiten und andere Baustellen

Leon

...und ein Kaninchen klaut mein Herz!

 

 

Nicht immer läuft alles nach Plan!

 

Freitag Abend brachte man mir zwei Kaninchen zum vergesellschaften.

Hoppi und Leon (er hatte da noch keinen Namen).

 

Hoppi

 

Leon

 

Ich ließ mir die Geschichte von Leon erzählen, der in einer „Pflegestelle“ war.

 

Ich setzte die beiden zusammen und es lief sehr ruhig ab, kein Gerangel, kein gejage, jeder in seiner Ecke.

 

Mir gefiel da Fell von Leon nicht und ich hatte auch das Gefühl das er recht wenig auf den Rippen hatte, da man mir aber sagte, er wäre aufgepäppelt worden, ging ich davon aus, das er nur richtig fressen müsse.

 

Meine Unruhe wurde aus unerklärlichen Gründen immer größer und so ging ich immer wieder ins Zimmer der beiden (wo es wirklich ruhig zuging) und beobachtete.

Die Unruhe ließ mich auch nicht wirklich schlafen und ich stand immer mal wieder auf Nachts.

Morgens um fünf konnte ich dann gar nicht mehr schlafen und da entdeckte ich dann auch das der Kot bei Leon so anders aussieht und sah mal genauer hin.

Was ich sah ließ mich erst einmal erschrecken – er hatte massive Würmer (Spulwürmer).

Seit ich Kaninchen habe, war ich bisher erst ein Mal mit dem Thema Würmer konfrontiert und das war 2007, als meine Häsin Hope das hatte und so wusste ich sofort, welche Würmer das waren.

 

Dann sah ich bei Leon mal genauer hin, nahm in hoch und tastete ihn ab und bemerkte mehrere Tumore bei ihm, alle unter der Haut sitzend.

 

Und mir fiel auf, das er mit den Zähnen mahlte, also dachte ich mir, das er außer das evtl. Schmerzen vorhanden sind, auch noch ein Zahnproblem vorhanden sein könnte.

 

Gegen acht Uhr rief ich den Besitzer an um ihm alles mit zu teilen, in der Angst, das er den kleinen wieder zurück in die Pflegestelle bringen würde, und dabei hatte ich ein sehr ungutes Gefühl, denn er hat weder die Tumore, noch das Zahnproblem noch die Würmer angesprochen bei der Vermittlung und das hätte auffallen müssen!

Der kleine war mir inzwischen auch so ans Herz gewachsen, das ich beschloss, ihn unter meine Obhut zu nehmen, sollte der Besitzer mit der Situation überfordert sein, was man in so einem Fall ja auch tatsächlich verstehen könnte.

Der kleine sollte nicht weiter hin und her geschoben werden, sondern den Rest seines Lebens noch genießen dürfen (lt. Pflegestelle sollte er ca. acht Jahre alt sein).

 

Der Besitzer erklärte sich bereit das wir erst einmal zum Tierarzt gehen und dann würde man weiter sehen.

Da mein TA hier nicht mehr praktiziert und ich nicht gerade gute Erfahrungen mit/bei anderen Tierärzten gesammelt habe, fiel mir eine ein, über die ich schon viel gutes gehört hatte und rief dort gegen 8.30 Uhr an.

Leider konnten wir nicht sofort hin, da sie auf eine Beerdigung musste (auch TÄ haben ein Privatleben), aber sie bot mir an, das wir abends gegen 18 Uhr vorbei kommen könnten.

Ich sprach mit ihr über die Probleme von Leon und auch das er wahrscheinlich Schmerzen hat und ob ich ihm schon mal Schmerzmittel geben kann. Wir sprachen die Dosierung ab und somit war der kleine wenigstens Schmerz technisch abgedeckt bis wir zu der TÄ konnten.

 

Ich fuhr mit dem neuen Besitzer gegen 18 Uhr zu der TÄ, diese behandelte gerade noch 4 andere Kaninchen und so mussten wir eine ganze Weile warten, aber so ist das nun mal bei Notfällen.

 

Während des Wartens bekam Leon dann auch von mir seinen Namen, denn egal was passierte, er sollte einen eigenen Namen haben.

Die TÄ bestätigte dann meine Befürchtungen und legte noch eins drauf.

Er hatte hochgradigen Wurm- und Hefebefall.

 

Außerdem bestätigte sie meinen Verdacht wg. der Tumore. Auf Grund des Alters des kleinen würde man aber hier nichts mehr machen, sondern eher abwarten.

Das abtasten ergab keine Vergrößerungen von Nieren, Blasen, oder sonstigen Organen, das Herz schlug kräftig und die Lunge war soweit frei.

Das Untergewicht bestätigte sie dann nach dem Wiegen auch noch mit 1,6kg.

 

Auch die Zähne sind nicht in einem guten Zustand, so das hier auch noch gehandelt werden muss, aber bevor da gehandelt werden kann, muss er erst einmal wieder zu Kräften kommen.

Leon frisst zum Glück von alleine und auch recht gut.

 

Auch sie war erstaunt darüber, das es keine Informationen seitens der Pflegestelle an den neuen Besitzer über den Gesundheitszustand von Leon gab.

 

Wir sprachen die Medikamente alle durch und das in 7 Tagen die nächste Kotprobe abgegeben werden sollte.

 

Der Besitzer und ich verblieben dann erst einmal so, das er seine Häsin wieder mit zu sich nimmt und ich mich um Leon kümmere, bis es ihm besser geht und eine neue Vergesellschaftung gestartet werden kann, allerdings weiß man noch nicht genau, wann das sein wird.

 

Leon kann viele Daumendrücker brauchen!

 

 

 

 

Ich möchte mich hier mal eben an den Besitzer wenden und ihm sagen das ich Respekt

davor habe, das er nicht sofort auf gibt sondern trotz der Kosten die hier anfallen dem kleinen eine Chance gibt, das er Leben kann.

Vielen Dank dafür!

 

Wer Sachspenden (Teppiche, Decken, Streu) oder Futterspenden (Heu, Frischfutter) abgeben möchte, der kann sich gerne mit mir in Verbindung setzen, alles wird zu 100% an den kleinen Leon gehen.

 

 

Ich werde weiter berichten...

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