Chinaseuche / RHD bei Kaninchen

 

 

Die Chinaseuche (RHD = Rabbit Haemorrhagic Disease) trat das erste Mal in China auf, daher auch der Name, und ist ein Virus (Calcivirus genannt), der nur bei Kaninchen bisher auffällig geworden ist.
Hier können sich weder andere Tiere (außer Hasen) anstecken noch überträgt sich der Virus auf Menschen.

In den meisten Fällen endet diese Krankheit tödlich!

Wenn ein Kaninchen sich auffällig verhält und anders ist als sonst, sollte man sofort einen Tierarzt aufsuchen, da Kaninchen Meister im Verdrängen von Krankheiten sind bis der Tod eintritt.

                                        Wie kann sich das Kaninchen anstecken?


- von Kaninchen zu Kaninchen
- von Wildhasen auf Kaninchen (Freigehege oder Freilauf im Garten)
- durch gesammeltes Futter
- Einstreu
- Insekten (Fliegen, Flöhe, Milben etc.)
- von Mensch auf Kaninchen durch Kleidung, Schuhe etc. was mit in die Wohnung getragen wird

                                                   Krankheitsanzeichen bei RHD?

Hier spricht man von unterschiedlichen Verlaufsformen.
Es kann sein, dass man keinerlei Symptome bemerkt und das Kaninchen morgens einfach tot da liegt.

In den meisten Fällen zeigt sich die Erkrankung wie folgt:

- hohes Fieber
- Unruhe
- Appetitlosigkeit
- Apathie, teilnahmsloses Verhalten
- Krämpfe
- Atemnot, schwerere Atmung
- Blaufärbung der Schleimhäute
- Blutiger Durchfall
- Blut aus Körperöffnungen

Hier spricht man von einem akuten Verlauf und in den meisten Fällen versterben hier die Tiere elendig, zum Beispiel durch Ersticken.

Der Verlauf kann auch in etwas abgeschwächter Form auftreten, was aber wohl nicht wirklich oft der Fall ist.

Hier zeigen die Kaninchen nur über einige Tage:

- Fressunlust
- Fieber
- Allgemeine Schwäche
- Unruhe

Bei diesem Verlauf des Virus hat das Kaninchen eine Überlebenschance, oft wird hier nicht einmal der Virus diagnostiziert.

                                                                     Impfung?


Zur Vorbeugung rät man zu einer Impfung, die unter die Haut des Kaninchens gespritzt wird.

Allerdings gibt es auch hier keinen 100% Schutz!

Die Impfung kann lediglich dazu beitragen, dass bei Ansteckung durch den Virus die Symptome eventuell in abgeschwächter Form auftreten und so eine Überlebenschance für das Kaninchen bestehen kann.

Die Impfung sollte im Frühjahr stattfinden.
Bei Jungtieren und Tieren, die eine Erstimpfung erhalten, ist eine Grundimmunisierung sinnvoll.
Die erste Impfung kann zwischen der 4. – 6. Woche stattfinden und die zweite Impfung sollte dann nach 3-4 Wochen wiederholt werden.
Danach ca. alle 12 Monate, also 1x jährlich.

Seit einiger Zeit gibt es einen neuen Stamm des RHD Virus.

Infos hierzu findet man bei Kaninchenwiese oder beim Kaninchenschutz e.V.
                                                                  Schlusswort:

RHD ist eine hoch ansteckende Krankheit und selbst wenn ein Kaninchen überlebt, so bleibt es Überträger dieser Krankheit und kann diese auch wieder bekommen.
Somit kann es nach Genesung nicht mehr in eine noch bestehende Gruppe integriert werden.

Hier müsste man dann ein Partnertier mit der gleichen Krankheit finden oder das Kaninchen ein Leben lang alleine halten, da die Gefahr einer Ansteckung von anderen Kaninchen einfach zu groß ist.
Jeder Tierhalter sollte also für sich entscheiden was er seinem Tier zumuten kann und was das Beste für sein Tier ist.

 

Update:

Studien zufolge muss ein Kaninchen welches mit RHD in Berührung kam und überlebt hat ca. 3 Monate alleine bleiben, neu Grudimmunisiet werden mit einer Impfung und dann kann ein geimpftes Kaninchen wieder einziehen.




Quellen:

Kaninchenwiese.de
http://www.diebrain.de/k-rhd.html
http://www.dr-von-rhein.de/Gesundheit/RHD/rhd.html
http://www.kaninchenweb.de/texte/chinaseuche.html


Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung!


Für Kaninchen   in Not, die