Wahre Liebe


Wenn Du jemals ein Tier liebst, dann gibt es drei Tage in Deinem Leben, an die Du Dich immer erinnern wirst...

Der erste Tag ist ein Tag, gesegnet mit Glück, wenn Du Deinen jungen neuen Freund nach Hause bringst.

Wenn Du Dein erwähltes Haustier nach Hause gebracht hast und Du siehst es die Wohnung erforschen und seinen speziellen Platz in Deinem Flur oder Vorraum für sich in Anspruch nehmen - und wenn Du das erste mal fühlst, wie es Dir um die Beine streift - dann durchdringt dich ein Gefühl purer Liebe, das Du durch die vielen Jahre die da kommen werden mit Dir tragen wirst.

Der zweite Tag wird sich acht oder neun Jahre später ereignen. Es wird ein Tag wie jeder andere sein.

Alltäglich und nicht außergewöhnlich. Aber, für einen überraschenden Moment wirst Du auf Deinen langjährigen Freund schauen - und Alter sehen, wo Du einst Jugend sahst. Du wirst langsame überlegte Schritte sehen, wo Du einst Energie erblicktest. Und Du wirst Schlaf sehen, wo Du einst Aktivität sahst.

So wirst Du anfangen, die Ernährung Deines Freundes umzustellen - und womöglich wirst Du ein oder zwei Pillen zu seinem Futter geben.

Und Du wirst tief in Dir eine wachsende Angst spüren, die Dich die kommende Leere erahnen lässt.

Und Du wirst dieses unbehagliche Gefühl kommen und gehen spüren, bis schließlich der dritte Tag kommt.

Und an diesem Tag - wenn Dein Freund gehen muss, wirst Du Dich einer Entscheidung gegenüber sehen, die Du ganz allein treffen musst - zugunsten Deines lebenslangen Freundes, und mit Unterstützung Deiner eigenen
tiefsten Seele.

Aber auf welchem Wege auch immer Dein Freund Dich vielleicht verlassen wird - Du wirst Dich einsam fühlen, wie ein einzelner Stern in dunkler Nacht.

Aber wenn Du ehrlich zu der Liebe für dein Haustier stehst, für das Du die vielen von Freude erfüllten Jahre gesorgt hast, wirst Du vielleicht bemerken, dass eine Seele - nur ein wenig kleiner als Deine eigene - anscheinend mit Dir geht, durch die einsamen Tage die kommen werden. Und in manchen Momenten, wenn
Dir dein Herz schwer wird, wirst Du vielleicht etwas an Deinen Beinen entlangstreichen spüren. Nur ganz ganz leicht. Und wenn Du auf den Platz schaust, an dem Dein lieber - vielleicht liebster Freund - gewöhnlich lag,
wirst Du Dich an die drei bedeutsamen Tage erinnern. Die Erinnerung wird voraussichtlich schmerzhaft sein und einen Schmerz in Deinem Herzen hinterlassen.

Wahrend die Zeit vergeht, kommt und geht dieser Schmerz als hätte er sein eigenes Leben. Du wirst ihn entweder zurückweisen oder annehmen, und er kann Dich sehr verwirren. Wenn Du ihn zurückweist, wird er Dich deprimieren. Wenn Du ihn annimmst, wird er Dich vertiefen. Auf die eine oder andere Art, es wird stets ein Schmerz bleiben.

Aber da wird es, das versichere ich Dir, einen vierten Tag geben - verbunden mit der Erinnerung an Dein geliebtes Tier. Und durch die Schwere in Deinem Herzen wird eine Erkenntnis kommen die nur Dir gehört. Sie wird einzigartig und stark sein, wie unsere Partnerschaft zu jedem Tier, das wir geliebt - und verloren haben.
Diese Erkenntnis nimmt die Form lebendiger Liebe an - wie der himmlische Geruch einer Rose, der übrigbleibt, nachdem die Blätter verwelkt sind. Diese Liebe wird bleiben und wachsen - und da sein für unsere Erinnerung. Es ist eine Liebe, die wir uns verdient haben. Es ist ein Erbe, das unsere Haustiere uns vermachen, wenn sie gehen. Und es ist ein Geschenk, das wir mit uns tragen werden solange wir leben.

Es ist eine Liebe, die nur uns allein gehört. Und bis unsere Zeit selbst zu gehen gekommen ist, um uns vielleicht unseren geliebten Tieren wieder anzuschließen - ist es eine Liebe, die wir immer besitzen werden.


(Verfasser unbekannt).

 

 

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Wer je so einen Freund besessen,
dessen Leben ist so reich
die sanften Augen
kann man nie vergessen
Ihre Treue keinem gleicht
Die Liebe, Frohsinn
Mut uns geben
in Ihrem viel zu kurzem Leben
Sie wachen über uns auf Erden
auch wenn Sie wieder Sterne werden

 

 

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Wenn die Kraft versiegt,
die Sonne nicht mehr wärmt,
dann ist der ewige Frieden eine Erlösung.
Wenn die Kraft zu Ende geht,
ist die Erlösung eine Gnade.
Wenn du an mich denkst,
erinnere dich an die Stunde,
in welcher du mich am liebsten hattest.

Rainer Maria Rilke

 

 

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 "Alles hat seine Zeit:
Sich begegnen und verstehen,
sich halten und lieben,
sich loslassen und erinnern."

 

 

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"Du bist nicht verlassen"

Ich bin gegangen und
Du weinst um mich.
Doch weine nur so lange,
wie es Dir gut tut.
Ich habe nur die Zeit,
in der Du lebst verlassen.
Ein helles Licht hat mir den Weg gewiesen
zu denen die mich liebevoll erwarteten.
Sei nicht so traurig, denn mir geht es gut.
Denk manchmal kurz an mich,
doch bitte wähle eine fröhliche Erinnerung.
Ich möchte Dich nicht in Dunkelheit sehen,
da ich nun von Licht und Wissen umgeben bin.
Wenn Dich von Zeit zu Zeit Wärme umgibt,
die Du Dir nicht ganz erklären kannst,
dann war ich bei Dir und habe Dich umarmt
- ganz kurz -
und ging zurück in meine neue Zeit.
Sei stark, sei glücklich,
ich wünsche Dir ein schönes Leben!"

(Autor: Ulrike Bartels)

 

 

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Nicht nichts
ohne dich
aber nicht dasselbe

Nicht nichts
ohne dich
aber vielleicht weniger

Nicht nichts
aber weniger
und weniger

Vielleicht nicht nichts
ohne dich
aber nicht mehr viel

 

 

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Diesen Weg muß ich alleine gehen
mit vier Beinen
und ohne Dich, mein zweibeiniger Freund.
Der laue Wind wird wieder kühler wehen
Die Sonne früher untergehen
Bis wir beide wieder sind vereint.

Ich weiß, Du wirst sehr traurig sein
Und manche Träne um mich weinen
Unsere Wege mußt gehen Du nun ganz allein
Doch laß nicht zu viel Trauer in Dein Herz hinein
bis die Sonne wird wieder über uns scheinen.

Verwandte Seelen wie wir, entfernen sich niemals so weit
daß sie ihr Klingen nicht mehr spüren.
Sie bleiben sich nahe, jenseits der Gefüge von Raum und Zeit
Ihrer Seelenmelodie Einzigartigkeit
wird sie wieder zusammenführen.

Darum mein teurer Freund laß mich nun gehen
und sei für eine neue Begegnung bereit.
Links von der Regenbogenbrücke werden wir uns wiedersehen
und mit sechs Beinen unseren Weg wieder zusammen gehen
an einem anderen Ort, zu einer anderen Zeit.

(Autor:Andreas Grasl)

 

 

~ ~~ ~~ ~

 

 

 

Dein Lieblingssessel ist nun leer,
kein Schnurren kündet von Behagen,
kein Samtgetrippel grüßt mich mehr,
und niemand will mein Schuhband jagen.
Kein Schmieren und kein Maunzgeschrei
sagt mehr: Wo bleibt mein Fresschen?
Wo Spielzeug war und Katzenbrei
ist jetzt ein einsam leeres Gässchen.
Dein bisschen Habe steht im Schrank,
du kommst ja doch nie mehr zurück,
und ewig schulde ich dir Dank
für Freude, Trost und Spaß und Glück.
Von Gott hast du das Katzenrecht,
das dir nach irdischem Getümmel,
nach Sorgen, Zärtlichkeit, Gefecht
ein Kuschelplätzchen schafft im Himmel

 

 

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Steht nicht weinend an meinem Grab,
ich bin nicht dort unten, ich schlafe nicht
Ich bin tausend Winde, die wehen,
ich bin das Glitzern der Sonne im Schnee,
ich bin das Sonnenlicht auf reifem Korn,
ich bin der sanfte Regen im Herbst,
ich bin in der Morgenröte der kleine Vogel
der zum Himmel aufsteigt,
ich bin das sanfte Sternenlicht in der Nacht
Steht nicht weinend an meinem Grab.
Ich bin nicht dort unten, ich schlafe nicht.

 

 

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Wenn ich fort bin…
Wenn ich fort bin, dann gebt mich frei, lasst mich gehen,
es gibt so viele Dinge für mich zu sehn.
Bitte bindet Euch nicht an mich mit Tränen, seid dankbar für die
schönen Zeiten, die wir zusammen verbringen durften.
Ich habe Euch meine Liebe gegeben, und Ihr wisst gar nicht, wie viel
Glück Ihr mir beschert habt.
Ich danke Euch für die Liebe, die Ihr mir gegeben habt, aber es ist
jetzt Zeit, alleine weiterzugehen.
Wenn Euch die Trauer hilft, so trauert nur ein Weilchen
und dann lasst die Trauer dem Glauben weichen.
Wir müssen uns nur eine Weile trennen, drum haltet fest an den
Erinnerungen in Eurem Herzen.
Ich werde nie weit von Euch entfernt sein.
Also wenn Ihr mich braucht, ruft nach mir - und ich werde da sein.
Auch wenn Ihr mich nicht berühren oder sehen könnt, ich bin Euch
nah –
und wenn Ihr mit Eurem Herzen lauscht, dann werdet Ihr meine Liebe
überall fühlen können, ganz nah und deutlich.
Und wenn es für Euch an der Zeit ist, diese Reise alleine anzutreten,
werde ich Euch mit einem Lächeln erwarten und Euch in Eurem neuen
Zuhause begrüßen.

(Verfasser unbekannt)

 

 

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Abschied nehmen

Du bist ja nur `ne kleine Katze,
doch für mich viel mehr.
Bald heißt es vielleicht Abschied nehmen,
ach - das fällt mir ja so schwer.

Ein Pfötchen, das auf meinen Arm sich legt,
ein Köpfchen, das sich anmutig bewegt,
ein Schwänzchen, das sich stolz erhebt,
ein Öhrchen, das so gut versteht
- all dies vergeht.

Kein Mensch kann dir das Wasser reichen,
was du für mich bist, ist ohne Gleichen.
Hast deine Wünsche stets durchgesetzt
und mein Herz total besetzt -
doch niemals hast du mich verletzt.

Die paar Kratzer auf meiner Hand
sind überhaupt nicht relevant,
warst dir keiner Schuld bewusst,
geschah´s doch nur aus Spieleslust.

Jede Stunde mit dir werde ich genießen,
die Tränen, sie werde ich später vergießen,
wenn´s ist an der Zeit - ich bin dann bereit
Abschied zu nehmen, ohne dich zu quälen
Sollst keine Todeskämpfe erleiden,
denn das kann Mensch Arzt sei Dank vermeiden.

Müde schläfst du bald sanft ein,
vielleicht nimmst du mich in deinen Traum mit rein.
Mit zu den Engeln, die dich begleiten
in den Katzenhimmel, für alle Zeiten.
Von dort schaust du lächelnd zu mir herab
und denkst - bei dir hab' ich's auch gut gehabt.

 

 

~ ~~ ~~ ~

 

 

Die Regenbogenbrücke

Eine Brücke verbindet den Himmel und die Erde,
wegen der vielen Farben nennt man sie die Brücke des Regenbogens.

Auf dieser Seite der Brücke liegt ein Land mit Wiesen, Hügeln und
saftigem, grünen Gras.

Wenn ein geliebtes Tier auf der Erde für immer eingeschlafen ist,
geht es zu diesem wunderschönen Ort.

Dort gibt es immer zu fressen und zu trinken, und es ist warmes,
schönes Frühlingswetter.

Die alten und kranken Tiere sind wieder jung und gesund!

Sie spielen den ganzen Tag zusammen, es gibt nur eine Sache,
die sie vermissen.

Sie sind nicht mit ihren Menschen zusammen, die sie auf der Erde
so geliebt haben.

So rennen und spielen sie jeden Tag zusammen, bis eines Tages plötzlich
eines von ihnen inne hält und aufsieht.

Die Nase bebt, die Ohren stellen sich auf, und die Augen werden ganz groß!

Plötzlich rennt es aus der Gruppe heraus und fliegt über das
grüne Gras.

Die Füße tragen es schneller und schneller;

Es hat Dich gesehen!

Und wenn Du und Dein spezieller Freund sich treffen, nimmst Du ihn in
Deine Arme und hältst ihn fest.

Dein Gesicht wird geküsst, wieder und wieder.

Und du schaust endlich wieder in die Augen Deines geliebten Tieres, das so lange aus Deinem Leben verschwunden war,
aber nie aus Deinem Herzen.

Dann überschreitet Ihr gemeinsam die Brücke des Regenbogens,
und Ihr werdet nie wieder getrennt sein ...

 

 

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Als meine Katze starb

Als meine Katze starb,
weinten die Bäume im Garten
und ihre Tränen tropften von den Zweigen...
Als meine Katze starb,
schwiegen die Vögel still -
Die Vögel,
denen sie so gewissenlos und fröhlich nachgestellt
hatte...

Eigentlich hätten sie jubilieren müssen,
die Vögel,
aber sie schwiegen
aus Respekt vor dem Tod des Feindes.
Als meine Katze starb, wurde der blühende Garten leer...

 

 

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Im Tal des Regenbogens

Kleines Seelchen in der Nacht,
hast mir so viel Glück gebracht,
musstest gehen, bist nun fort,
weit an einem schönen Ort.
Regenbogen, Wasserfall,
grüne Wiesen überall,
spielen, toben, frohes Treiben
hier willst Du ganz sicher bleiben.
Kleines Seelchen warte dort,
wart auf mich an diesem Ort,
eines Tages, Du wirst sehen,
werden wir uns wieder sehen.

Wenn wir uns dann wieder sehen,
werden wir gemeinsam gehen,
in die Ewigkeit, ins Morgen,
hier gibt es nie wieder Sorgen.
Mensch, sei gut zu Deinem Tier,
denn gemeinsam wollen wir,
doch die Ewigkeit verbringen.

Kleines Seelchen in der Nacht,
hast mir oftmals Freude gemacht,
Dank, sag ich an dieser Stelle,
geh nun über diese Schwelle.
Geh nach Haus zu all den Lieben,
sie sie warten auf dich drüben,
mach Dir keine Sorg' um mich,
Seelchen, ich vergess' Dich nicht!

 

 

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Stufen

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden...
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

 

 

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Der Abschied

Der Tod hat keine Bedeutung -
ich bin nur nach nebenan gegangen.
Ich bleibe, wer ich bin,
und auch Ihr bleibt dieselben.

Was wir einander bedeuteten, bleibt bestehen.
Nennt mich bei meinem vertrauten Namen.
Sprecht in der gewohnten Weise mit mir
und ändert Euren Tonfall nicht!

Hüllt Euch nicht
in Mäntel aus Schweigen und Kummer.
Lacht wie immer
über die kleinen Scherze, die wir teilten.

Wenn Ihr von mir sprecht, so tut es ohne Reue
und ohne jegliche Traurigkeit.
Leben bedeutet immer nur Leben
- es bleibt so bestehen, immer -
ohne Unterbrechung.

Ihr seht mich nicht,
aber in Gedanken bin ich bei Euch.
Ich warte eine Zeit lang auf Euch
- irgendwo, ganz in der Nähe -
nur ein paar Straßen weiter.

(c)Henry Scott-Holland

 

 

~ ~~ ~~ ~

 

 

 

Der Schmerz, den Du heute fühlst,
bringt Dir eines Tages neue Kraft!
Ich weiß, eines Tages wirst
Du wieder lachen und von
ganzem Herzen fröhlich sein.

Doch bis Dein Leid und
Dein Schmerz verstrichen
sind, brauchst Du nicht zu denken,
dass Du stark sein musst
- Deine Gefühle sind echt,
und Du brauchst Dich nicht zu schämen,
wenn Dir zum Weinen zumute ist.

Es gibt schwere Wege im Leben,
die wir ganz alleine gehen müssen,
obwohl liebe Menschen nie von Deiner Seite weichen.
Die Gefühle die Du spürst,
können auch nur von Dir getragen werden.

Vergiss aber nicht,
dass Du nicht allein bist.
Alle die Dich lieben,
sind in Gedanken bei Dir.

Du wirst wieder Kraft finden,
Frieden und Freude zu fühlen.
Denn alles braucht seine Zeit.

 

 

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Du nahmst alle Farben mit

Du nahmst alle Farben mit.
Die Welt liegt schleiermatt
um mich herum wie ein Entwurf,
der keine Zukunft hat.

Kann meine Seele heller werden,
und Atmen wieder leicht?
Ist Hoffnung, dass der Schmerz jemals
erneuter Freude weicht?

Mein Glück ist fort.
Ein neues nicht in Sicht.
Doch sollte es mich überraschen -
vergessen werde ich Dich nicht.

Renate Eggert-Schwarten

 

 

~ ~~ ~~ ~

 

 

Dort

Dort, wo die Luft ist rein
Dort, wo jedes Tier kann glücklich sein
Dort, wo noch nie ein Krieg gewesen ist
Dort, wo immer Frieden ist
Dort, wo keiner Tiere quält
Dort, wo Liebe und Vertrauen zählt
Dort, das ist ein Ort, wo noch nie ein
Mensch gewesen ist

(Marianne Zmija)

 

 

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Darf ich nun gehen?

Meinst du, es ist der richtige Zeitpunkt?
Darf ich den schmerzerfüllten Tagen und unendlichen einsamen Nächten Lebewohl sagen?
Ich habe gelebt, so gut ich es konnte, habe versucht, ein Beispiel zu geben.
Kann ich nun diesen letzten Schritt wagen und meine Seele freilassen?
Ich wollte zunächst nicht gehen, habe mich mit aller Macht dagegen gewehrt.
Irgendetwas zieht mich jedoch hin zu einem warmen, lebendigen Licht.
Ich will gehen, glaube es mir. Es ist schwierig, hier zubleiben.
Ich versuche jedoch, so gut ich kann, noch einen Tag zu leben,
damit du dich um mich kümmern kannst und ich Deine Liebe und Deine Angst teilen kann.
Ich weiß, dass du traurig bist und dich fürchtest, denn ich sehe Deine Tränen.
Ich verspreche dir, ich werde nicht weit weg sein, und ich hoffest, du denkst immer daran,
dass meine Seele immer bei dir ist, ganz gleich, wohin du gehst.
Danke, dass du mich liebst. Du weißt, ich liebe dich auch;
deshalb ist es so schwer, Lebewohl zu sagen und dieses Leben mit dir zu beenden.
Nimm mich einfach nochmals in Deine Arme;
ich möchte hören, wie Du sagst,
dass du mich heute gehen lässt, weil du mich so lieb hast.


Susan A. Jackson

 

 

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Testament einer Katze

Wenn Menschen sterben, machen sie ein Testament,
um ihr Heim und alles, was sie haben
denen zu hinterlassen, die sie lieben.

Ich würde auch solch´ ein Testament machen,
wenn ich schreiben könnte.

Einem armen, sehnsuchtsvollen, einsamen Streuner
würde ich mein glückliches Zuhause hinterlassen,
meinen Napf, mein kuscheliges Bett,
mein weiches Kissen, mein Spielzeug
und den so geliebten Schoß,
die sanft streichelnde Hand,
die liebevolle Stimme,
den Platz, den ich in jemandes Herzen hatte,
die Liebe, die mir zu guter Letzt
zu einem friedlichen und schmerzfreien Ende helfen wird,
gehalten im liebendem Arm.

Wenn ich einmal sterbe, dann sag' bitte nicht:
"Nie wieder werde ich ein Tier haben,
der Verlust tut viel zu weh!"

Such Dir eine einsame, ungeliebte Katze aus
und gib' ihr meinen Platz.
Das ist mein Erbe.

Die Liebe, die ich zurück lasse, ist alles,
was ich geben kann.

(Margaret Trowton)

 

 

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Abschied ist der Anfang der Erinnerung!

Vielleicht ist es manchen Tieren nicht bestimmt lange
hier bei uns auf der Erde zu sein.
Vielleicht sind manche Tiere nur auf der Durchreise
oder sie leben ihr Leben einfach schneller als die
anderen.
Sie brauchen gar nicht zwanzig Jahre hier unter uns zu
sein, um etwa zu erledigen. Sie schaffen es im
Handumdrehen.
Manche Tiere kommen in unser Leben nur kurz
vorbei, um alles zu bringen. Ein Geschenk, eine Hilfe,
eine Lektion, die wir gerade brauchen, irgend etwas.
Und das ist der Grund, warum sie zu kommen. Nur
auf einen Sprung, sozusagen.

Dieses Tier hat uns etwas beigebracht über die Liebe,
über das Geben, darüber, wie wichtig jemand sein kann.
Das war sein Geschenk an uns. Es hat es vorbei gebracht
und dann ist es wieder gegangen.

Vielleicht musste es nicht bleiben, denn es hat sein
Geschenk abgegeben und dann war es frei
weiterzureisen, weil es ganz eine besondere Seele war.

Aber das Geschenk wird uns für immer bleiben.

 

 

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Weine nicht um mich, da ich jetzt
hinausging in die sanfte Nacht.
Traure, wenn du willst, aber nicht lang
dem Flug meiner Seele hinterher.

Ich habe jetzt Frieden, meine Seele hat Ruh´,
Tränen braucht es nicht.
Im Gegenteil, denk an das Glück
der Liebe, die uns verband.

Es gibt keinen Schmerz, ich leide nicht
und auch die Angst ist weg.
Mach deinen Kopf für anderes frei
ich lebe in deinem Herzen fort.
Vergiss meinen letzten Lebenskampf
vergiss unseren letzten Streit.
Vergrab dich nicht im Jammertal,
sondern freu dich -
ich habe GELEBT - MIT DIR.

 

 

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Bin ich der einst gebrechlich und schwach,
und quälende Pein hält ständig mich wach,
was Du dann tun musst - tu es allein
Die letzte Schlacht wird verloren sein.

Dass Du sehr traurig, verstehe ich wohl,
Deine Hand vor Kummer nicht zögern soll.
An diesem Tag - mehr als jemals geschehn,
muss Deine Freundschaft das Schwerste bestehen.

Wir lebten zusammen in Jahren voll Glück.
Furcht vor dem Muss ? Es gibt kein zurück.
Du möchtest doch nicht, dass ich leide dabei
Drum gib, wenn die Zeit kommt , bitte mich frei.

Nur - bitte bleibe bei mir bis zum Schluss ,
auch wenn es für Dich sehr schwer sein muss.
Und halte mich fest und red mir gut zu ,
bis meine Augen kommen zur Ruh.

Mit der Zeit - ich bin sicher - wirst du es wissen ,
es war Deine Liebe, die Du mir erwiesen.
Vertrauende Blicke ein letztes Mal -
Du hast mich befreit von Schmerzen und Qual.

Und gräme Dich nicht, wenn Du es einst bist ,
der Herr dieser schweren Entscheidung ist.
Wir waren beide so innig vereint.
Es darf nicht sein , dass Dein Herz um mich weint.

 

 

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Trennung ist unser Los,
Wiedersehen ist unsere Hoffnung.
So bitter der Tod ist,
die Liebe vermag er nicht zu scheiden.
Aus dem Leben ist er zwar geschieden,
aber nicht aus unserem Leben;
denn wie vermöchten wir ihn tot zu wähnen,
der so lebendig unserem
Herzen innewohnt!

 

 

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Ich will dir ein kleines Kätzchen für eine Weile leihen
hat Gott gesagt.
Damit du es lieben kannst, solange es lebt
und trauern, wenn es tot ist.
Vielleicht für zwölf oder vierzehn Jahre,
vielleicht auch zwei oder drei.
Wirst du darauf aufpassen, für mich,
bis ich es zurückrufe?
Sie wird dich bezaubern
um dich zu erfreuen
und sollte ihr Bleiben nur kurz sein,
du hast immer die Erinnerungen
um dich zu trösten.
Ich kann dir nicht versprechen, daß sie bleiben wird
weil alles von der Erde zurückkehren muß,
aber es gibt eine Aufgabe, die
dieses Kätzchen lernen muß.
Ich habe auf der ganzen Welt
nach dem richtigen Lehrer gesucht.
Und von allen Leuten, die die Erde bevölkern
hab ich dich auserwählt.
Willst du ihr alle deine Liebe geben
und nicht denken, daß deine Arbeit umsonst war?
Und mich auch nicht hassen
wenn ich das Kätzchen zu mir heim hole?
Mein Herz antwortete:
mein Herr, dies soll geschehen.
Für all die Freuden, die dieses Kätzchen bringt
werde ich das Risiko der Trauer eingehen.
Wir werden sie mit Zärtlichkeit beschützen
und sie lieben, solange wir dürfen.
Und für das Glück, das wir erfahren durften
werden wir für immer dankbar sein.
Aber solltest du sie früher zurückrufen,
viel früher, als geplant
werden wir die tiefe Trauer meistern
und versuchen, zu verstehen.
Wenn wir es mit unserer Liebe geschafft haben
deine Wünsche zu erfüllen
in Erinnerung an ihre süße Liebe.
Bitte hilf uns in unserer Trauer.
Wenn unser geliebtes Kätzchen
diese Welt voll von Spannung und Zwietracht verläßt,
schicke uns doch bitte eine andere bedürftige Seele
um sie ihr leben lang zu lieben.


(Autor der englischen Originalfassung leider "Unbekannt". Deutsche Übersetzung von Marion Adrian.)

 

 

~ ~~ ~~ ~

 

 

Im Katzenhimmel

Im Katzenhimmel gibt es
dicke und dünne Katzen,
große und kleine Tatzen,
weiße und schwarze Pfoten,
die Bunten und die Roten.

Im Katzenhimmel gibt es
Käse, Milch und Butter,
Krabbensalatfutter,
Kartoffeln, Mais und Fisch,
Brekkiessardinenquiche.

Im Katzenhimmel gibt es
für jeden eine Fellmaus,
Spielzeug in Saus und Braus,
Kratzbäume Meter hoch,
fliegende Käfer noch und noch.

Im Katzenhimmel gibt es
Kuscheldecken und Kissen,
duftende Rosen und Narzissen,
Federbetten und Decken,
tausend Plätze zum Verstecken.

Jede Samtpfote
bekommt ein Plätzchen
in diesem Paradies für Kätzchen.
- Autor unbekannt -

 

 

~ ~~ ~~ ~

 

 

Je schöner und voller die Erinnerung,
desto schwerer ist die Trennung.
Aber die Dankbarkeit verwandelt die Erinnerung in eine stille Freude.
Man trägt das vergangene Schöne nicht wie einen Stachel,
sondern wie ein kostbares Geschenk in sich.

Dietrich Bonhoeffer

 

 

~ ~~ ~~ ~

 

 

Es weht der Wind ein Blatt vom Baum,
von vielen Blättern eines,
das eine Blatt man merkt es kaum,
denn eines ist ja keines.
Doch dieses eine Blatt allein,
war Teil von unserm Leben.
Drum wird dies Blatt allein
uns immer wieder fehlen.

 

 

~ ~~ ~~ ~

 

 

Wo Worte fehlen,
das Unbeschreibliche zu beschreiben,
wo die Augen versagen,
das Unabwendbare zu sehen,
wo die Hände das Unbegreifliche nicht fassen können,
bleibt einzig die Gewissheit,
dass Du für immer in in unseren Herzen weiterleben wirst.

 

 

~ ~~ ~~ ~

 

 

Der Weg war zu steinig,
der Berg war zu hoch,
die Kraft zu schwach
und der Atem zu kurz,
da nahmen Dich die Engel in die Arme und sprachen:
"Komm Heim"

 

 

~ ~~ ~~ ~

 

 

Tretet her, Ihr meine Lieben.
Nehmet Abschied weint nicht mehr.
Hilfe konnt ich nicht mehr finden, meine Krankheit war zu schwer.
Manchmal wollte ich verzagen, hab gedacht, ich trüg es nie.
Und ich hab es doch ertragen, aber fraget nur nicht wie.

 

 

~ ~~ ~~ ~

 

 

So wie der Wind den Sand verweht,
so ist auch unser Leben.
Wir wirbeln hoch, wir fallen tief -
wem ist das Glück gegeben?
Doch meine Seele fliegt weit fort,
unendlich zu den Sternen,
befreit von aller Erdenlast
in weite, weite Ferne.

 

 

~ ~~ ~~ ~

 

 

Ganz still und leise, ohne ein Wort,
gingst du von deinem Leben fort.
Du hast ein gutes Herz besessen,
nun ruht es still, doch unvergessen;
es ist so schwer, es zu verstehen,
dass wir dich niemals wieder sehen.

...Und wir glaubten, wir hätten noch so viel Zeit

 

 

~ ~~ ~~ ~

 

 

Ich bin gegangen, nur einen kleinen Schritt
und gar nicht mal weit.
Und wenn Du dorthin kommst, wo ich jetzt bin,
wirst Du dich fragen warum Du geweint hast.

 

~ ~~ ~~ ~

Der Tod

Das Licht des Lebens
ist erloschen,
doch längst wurde in einer
herrlichen Welt
ein neues Feuer entfacht.
Es wird strahlen,
voll Wärme und Liebe,
jetzt und in alle Ewigkeit.

(Annette Andersen)

~ ~~ ~~ ~

 

Ihr sollt nicht um mich weinen.
Ich habe ja gelebt.
Der Kreis hat sich geschlossen,
der zur Vollendung strebt.
Glaubt nicht,
wenn ich gestorben,
dass wir uns ferne sind.
Es grüßt euch meine Seele
als Hauch im Sommerwind.
Und legt der Hauch des Tages
am Abend sich zur Ruh, send ich
als Stern vom Himmel euch meine Grüße zu.

~ ~~ ~~ ~

 

Es weiss ja keiner, der's nicht erlebt
wie's ist, wenn einer die Flügel hebt
und leise, leise sich auf die Reise - die letzte macht.
Es weiss ja keiner, dem's nicht geschah
wie's ist, wenn einer nun nicht mehr da.
Wenn leer die Stätte des, den man
hätte so gern noch nah.
 

~ ~~ ~~ ~

 

Meine Sinne (Heinrike Stadler)

Ich kann Dich nicht mehr schmusen,
doch ich darf an Dich denken
und in Gedanken Dir,
all meine Liebe schenken.

Ich kann Dich nicht mehr hören,
doch über Dich berichten,
so bist Du nah bei mir
und lebst in den Geschichten.

Ich kann Dich nicht mehr riechen
doch ich denk, dass ich noch wüsste
- wie herrlich Du gerochen hast,
als ich Dein Bäuchlein küsste.

Deine Küsse spür ich nur nicht mehr,
die Vielen die ich bekam.
Der Tod war es der Deine Küsschen
einfach mit sich nahm.

Doch sehen, Kleine - kann ich Dich,
selbst wenn Du hier nicht bei mir bist,
bist Du doch stets bei mir!

~ ~~ ~~ ~

 

Du bist (Heinrike Stadler)

Du bist mein Stern in jeder Stund´,
so funkelnd in der klaren Nacht.

Du bist der Mond mal halb mal rund,
der mich immerzu bewacht.

Du bist die Sonne, die mich wärmt
und mir den Tag erhellt.

Du bist ein Wölkchen, das auch mal lärmt
und somit für mich bellt.

Du bist ein Tropfen aus dem Regen,
der meine Nase benetzt.

Du bist der Wind, kannst um mich fegen
so spür ich Dich noch jetzt.

Du bist ein Flöckchen vom zarten Schnee,
das sanft meinen Kopf berührt.

Du bist der Regenbogen den ich seh´
und mich in Deine Welt entführt
- irgendwann.
 

~ ~~ ~~ ~

 
Lass mich schlafen,
bedecke nicht meine Brust mit Weinen und Seufzen,
sprich nicht voller Kummer von meinem Weggehen,
sondern schließe deine Augen,
und du wirst mich unter euch sehen,
jetzt und immer.

Khalil Gibran
 

~ ~~ ~~ ~

 

Leben ist wie Schnee,
Du kannst ihn nicht bewahren.
Trost ist,
dass Du da warst,
Stunden,
Monate,
Jahre.
 

~ ~~ ~~ ~


Nun bist du die Sonne, die für uns scheint,
Und du bist der Regen, der mit uns weint
Du bist der Donner, der mit uns grollt
Und bitte, sei auch der Blitz, den niemand wollt'

Du bist der Eiskristall, der warnt und blinkt
Und auch die weiße Wolke, die von oben winkt
Du bist der lachende Stern, der über uns wacht
Sowie der zwitschernde Vogel, der uns Hoffnung macht

Noch stehen wir ganz traurig da
Doch wissen wir, du bist nicht fort - du bleibst ganz nah
In einer besseren Welt am Ende des bunt schillernden Regenbogens
genau dort werden wir uns wiedersehen!
(unbekannt)

 

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An meinem Grabe

Da steht ihr nun, wollt mich betrauern
ihr glaubt, dass ich hier unten bin:
ihr mögt vielleicht zunächst erschauern -
doch schaut einmal genauer hin.

Ich bin nicht hier - wie ihr vermutet,
mein Körper mag hier unten sein,
doch während die Musik noch tutet
bin ich schon lang nicht mehr allein.

Seht ihr die Blätter dort im Wind?
Es sind sehr viele - sicherlich -
doch achtet drauf wie schön sie sind;
und eins der Blätter - das bin ich.

Seht die Wolken am Himmel ziehen,
schaut ihnen zu und denkt an mich,
das Leben war doch nur geliehen,
und eine Wolke - das bin ich.

Die Schmetterlinge auf der Wiese,
perfekt erschaffen - meisterlich,
ich bin so fröhlich grad wie diese,
und einer davon - das bin ich.

Die Wellen, die vom Bach getragen,
erinnern sie vielleicht an mich?
Ihr müsst nicht lange danach fragen:
denn eine Welle - das bin ich!

Blumen erblühen in all ihrer Pracht
die Rose und selbst der Wegerich,
und alle sind für euch gemacht
und eine Blume - das bin ich.

Ich möchte nicht, dass ihr jetzt trauert,
für mich wär das ganz fürchterlich.
Tut Dinge, die ihr nie bedauert:
Denn Eure Freude - das bin ich!

Heinz Rickal
 

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Man sieht die Sonne langsam untergehen

und erschrickt dennoch,

wenn es dunkel wird.

(Franz Kafka)

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Vor meinem eigenen Tod ist mir nicht bang,
nur vor dem Tode derer, die mir nah sind.
Wie soll ich leben, wenn sie nicht mehr da sind?

Allein im Nebel tast ich todentlang
und lass mich willig in das Dunkel treiben.
Das Gehen schmerzt nicht halb so wie das Bleiben.

Der weiß es wohl, dem Gleiches widerfuhr -
und die es trugen, mögen mir vergeben.
Bedenkt: Den eignen Tod, den stirbt man nur;
doch mit dem Tod der anderen muss man leben.

Mascha Kaléko