Anouk EX-Laborhäsin * ca. Anfang 2016

Update Anouk 16.04.2018

Heute wurde Anouk nach dem okay der Kotprobe geimpft.
Leider ist bei ihr der Tränennasenkanal noch immer komplett dicht auf der rechten Seite.
Noch immer bekommt sie tälich Euphrasia Augentropfen, damit sich das Auge nicht entzündet.

Update Anouk 24.03.2018

Gestern war ich mit Flocki bei meiner Tierärtin, da ich ihn eigentlich impfen lassen wollte.
Leider hat die Kotprobe ergeben, dass er Hakenwürmer hat und er konnte nicht geimpft werden,
sondern muss sich erst einer Panakurbehandlung unterziehen.
Flocki Medikamente zu verabreichen ist für mich relativ einfach, aber bei Anouk ist das eine andere Sache durch ihre
Vorgschichte im Labor. Sie ist Menschen gegenüber noch immer extrem misstrauisch und ängstlich und sie erschrickt
sich sehr schnell bei ihr seltsam vorkommenden Geräuschen.
Daher wäre es für Anouk extremer Stress, wenn ich sie jeden Tag einfangen würde, um ihr Medikamente einzuflößen.
Da ich schon sein einer Weile täglich mit ihr Arbeite und auch schon große Fortschritte gemacht habe, konnte ich zum 
Glück schon etwas abschätzen wie ich bei ihr vorgehen muss.
Das Medikament spritze ich immer in Leckerchen, damit sie keinem Stress ausgesetzt werden muss.
Hierbei muss ich mehrere Leckerchen füllen, damit sie alles bekommt was sie braucht und nichts liegen lässt.
Anouk ist ein schlaues Mädchen, da sie recht schnell gemerkt hat, dass die Leckerchen nicht nur zu ihrem Vergnügen verteilt wurden ;o)
Bisher klappt es aber super, ihr das Medikament zu verabreichen und ich hoffe, dass bei ihr die Kotprobe vor der Impfung ohne
Befund sein wird.

Wen es interessiert, welche Fortschritte die ängstliche Maus macht, kann das gerne nachlesen bei Verhaltenstherapie im Kaninchenraum.

Update Anouk 27.11.2017

Anouk hat nach wie vor die Hosen an im Kaninchenzimmer. (VG mit Flocki kann hiernachgelesen werden)
Sie selbst ist durch das größere Zimmer und die Abwechslung die ich versuche zu bieten wesentlich entspannter und auch ruhiger als in dem kleinen Gehege.
Leider fange ich auch hier wieder bei null an, da sie sich nur etwas streicheln/anfassen lässt, wenn sie Leckerchen bekommt.

Beim Fressen schaut sie sich zum Glück ein bisschen von Flocki ab. Auch wenn sie noch lange nicht frisst wie gewünscht, kann ich Fortschritte entdecken und sie frisst nicht ausschließlich Heu.

Anouk ist extrem neugierig und aufgeweckt und neuem auch aufgeschlossen.
Es ist schön ihr zuzusehen, wie sie sich entwickelt.

Update Anouk 14.11.2017

Auch wenn Anouk noch immer sehr schreckhaft ist, macht sie deutliche Fortschritte.
Zu meiner Freude (Uhrzeitmäßig zu meinem Leid) hat sie sich angewöhnt, morgens zwischen 5 und 6 Uhr ihre Freudensprünge und ihren Bewegungsdrang auszuleben. Wenn ich das sehe, dann weiß ich wieder, warum ich mich für ein solches Kaninchen entschieden habe.

Leider frisst sie noch immer kaum Frischfutter und das Problem mit er Blase wird sich zuspitzen.
Leckerchen holt sie direkt aus der Hand und ab und an darf ich auch schon mal ihr Köpfchen leicht streicheln.

Seit 10.11.2017 sitzt sie zur VG mit Flocki zusammen im Wohnzimmer.
Hier zeigt sie ganz deutlich, wer der "Herr" des Hauses ist. Die Art und Weise kenne ich schon von Shana damals.
Sie ist meiner Meinung nach sehr unruhig und völlig unterfordert in dem kleinen Gehege von knapp 4m².

Ich habe allerdings ganz selten ein Kaninchen erlebt, welches sich so auf die Seite schmeißt wie Anouk ♥
Trotz allem habe ich zwischendurch bei ihr das Gefühl, dass sie unbeschwerter ist, als zu Anfang als sie zu mir kam.

Heute Morgen durfte ich Anouk ausgiebig das erste Mal streicheln ♥
Man hat ihr zwar deutlich angesehen, das es sehr seltsam für sie war, aber sie hat mir bereitwillig ihr Köpfchen hin gestreckt und ich durfte sogar die Ohren streicheln und kraulen und ihr über den Rücken streicheln.

Ich freue mich sehr, wenn es weiter mit ihr so voran geht.

Update Anouk 22.10.2017

Donnerstag den 19.10. waren wir bei meiner Tierärztin. 
Das Einfangen war für Anouk mit extremem Stress verbunden und als ich sie fest hielt, hat sie zuerst mal richtig laut geschrieen.
Wer einen Kaninchenschrei kennt, der weiß das einem das durch Mark und Bein geht...

Zuerst haben wir eine Kotprobe machen lassen, damit Anouk geimpft werden kann. Sie wurde wie Flocki auch mit Filavac geimpft.

Dann bat ich darum nach den Zähnen schauen zu lassen, da man im Labor gesagt hatte, sie hätte leichte Zahnspitzen.
Dies ist nicht der Fall. Anouk hat leichte Unebenheiten, welche durch die bisherige Fütterung bedingt ist.
Mit einer normalen Fütterung kann sich das aber wieder ausgleichen.
Leider frisst Anouk nach wie vor nicht so wie ich das gerne hätte und vor allem nicht, was ich gern hätte.
Sie bevorzugt nach wie vor Heu, Hirsekolben und meine selbst gebackenen Leckerchen. Wobei sie Cranberries inzwischen
auch für sich entdeckt hat.
Brokkoli mag sie auch ganz gerne wie auch Apfel.
Bei allem anderen ist es wirklich eine absolute Geduldsprobe für mich, da sie kaum frisches frisst bisher.
Frische Kräuter werden hier genauso verschmäht wie Salat und Gemüse. Sie frisst nicht einmal Karotten und Karottengrün eher selten.
Durch das sehr trockne Fressen, hat sie leider auch mit Blasenschlamm zu tun. Ich kann nur hoffen, dass sich das mit dem Futter noch ändert,
damit die Blase ordentlich durch gespült wird.
Ich habe auch noch immer das Gefühl, dass sie frisst, wenn ich da bin.
Sie wiegt momentan 3,2kg, was ich etwas wenig finde für ihre Größe.
Bisher setzt sie auch eher nur 1-2 täglich Kot ab und Pippi nur ein Mal täglich. Bisher hatte sie immer direkt neben die Kloschale gemacht,
so dass ich den Blasenschlamm gut sehen konnte. Seit gestern geht sie brav auf Toilette.
Dauert eben alles seine Zeit...

Ansonsten ist Anouk recht neugierig. Die Katzen sind für sie kein Problem mehr und sie springt auch nicht mehr panisch gegen Wände, wenn ich
den Raum betrete. Hin und wieder holt sie sich sogar Leckerchen aus meiner Hand.
Und ich konnte sogar schon ein Mal sehen, wie sie einen Luftsprung gemacht hat ♥

Es passiert mir leider immer noch ab und an, dass ich Shana sage, wenn ich über Anouk spreche, weil sie sich schon sehr ähnlich sehen.

Freitag der 13. Ist für die ehemalige Laborhäsin Anouk, welche ein Jahr lang im Versuch ihre ungefragt Arbeit leisten musste ein Glückstag. Ihr erster Tag in Freiheit.

Freitagnachmittag war es dann soweit und Sabine von der Laborkaninchenhilfe e.V. brachte mir eine der entlassenen Häsinnen vorbei.
Ich muss gestehen, dass es nicht einfach ist, da sie Shana doch sehr ähnlich sieht. Aber auch Anouk braucht die Chance auf ein neues Leben.

Shana kam damals von einer Pflegestelle zu mir, so dass ich die ersten Tage der Veränderung und des Verhaltens nicht mit bekommen habe. Bei Anouk jedoch bekomme ich von Anfang an mit, dass das neue Leben am Anfang für die Ex Laboris gar nicht so einfach ist.
Das fängt mit Angst vor allem und jedem an, auch vor Geräuschen aller Art und hört beim Fressen/Futter auf, da sie nur das Futter aus den Laboren gewöhnt sind. Anouk hat anfangs ihre eigenen Köttel, welche durch zu wenig Futteraufnahme sowieso schon sehr wenige waren, selbst gefressen.
In der ersten Nacht hat sie sich vor irgendetwas (vermutlich vor einem meiner Katzen beim raus springen aus dem Zimmer) so sehr erschreckt, dass sie geklopft hat wie wild und völlig panisch im Zimmer umher und dagegen gerannt ist. Als ich rein bin, war der Tisch unter den sie sich verkrochen hatte voller Blut. Ich habe mich zwar erst einmal erschrocken, aber das Blut kam vom Fuß, an dem sie vermutlich im Labor eine Kanüle hatte und die Wunde ist durch das heftige aufstampfen mit den Hinterläufen auf gegangen. Wenn ich nicht Zuhause bin, bleibt die Tür vorerst noch geschlossen, damit die Katzen nicht zu ihr können.
Inzwischen hat sie sich an die Katzen gewöhnt und schaut ganz interessiert und steckt vor Neugier auch die Nase ins Fell zum schnuppern.
Das Fressen war von Anfang an eine Katastrophe. Sie fraß nicht wirklich viel und wenn, dann nur Heu. Ich habe ihr dann noch Hirsekolben gegeben, die sie auch recht schnell fraß. Meine selbst gebackenen Leckerchen nahm sie auch sehr schnell. Ansonsten aber rein gar nichts. Keine Cunis, keine Mischungen und nicht einmal extra Zuchtfutter, was ich besorgt hatte. Erst nach 5 Tagen sah ich sie das erste Mal am Möhrengrün und am Endiviensalat knabbern.
Kötteln und urinieren tut sie bisher erst, wenn ich außer Haus bin.

Wenn ich im Zimmer sitze kommt sie inzwischen relativ nah an mich ran uns legt sich auch schon mal hin. Sie steht extrem unter Stress, was man daran erkennen kann, dass sie total aufgeregt im Zimmer umher läuft und auch versuchte an Wänden hoch zu springen um zu entkommen.

Wir haben Donnerstag den ersten Tierarzttermin, bei dem ich sie einfangen und wieder in eine kleine Box sperren muss. Mir blutet jetzt schon das Herz, weil ich nicht einmal annähernd nachempfinden kann, unter welcher Angst und Stress so ein Tier in einem Labor leben muss.
Es wird seine Zeit dauern, bis sie Vertrauen fassen und weitestgehend ein normales Leben führen kann.