Bijou und die Verstopfung der Analbeutel / Analdrüsen

Update Bijou 28.07.2019 4. Analbeutelabszess


Am 22.07.2019 merkte ich recht spät abends, dass Bijou erneut einen Abszess am Analbeutel hat. 
Dies ist der 4. Abszess innerhalb 3 Jahren.
Durch die Umstände wegen Yoda´s Tod, konnte ich erst am Mittwoch mit ihr zum Tierarzt. Da ich noch Schmerzmittel und auch Antibiotika Zuhause hatte, habe ich diese aber bereits verabreicht und ihr einen Kragen angezogen, damit sie nicht an der Wunde schlecken kann.

Der Analbeutel wurde kam 24.07.2019 erneut in Narkose gereinigt und gespült. Ich war die ganze Zeit dabei.
Da Bijou nur eine leichte Sedierung bekam, war das Schmerzempfinden auch nicht komplett ausgeschaltet, was man deutlich erkennen konnte, denn bei dem Ausspülen und Drainage legen etc. hat sie sich immer etwas zur wehr gesetzt und mit den Hinterpfötchen gescharrt.
Die Drainage wurde sehr kurz gemacht und mit einem Tacker befestigt, damit diese nicht einfach gezogen werden kann von Bijou.

Es ist immer wieder interessant wie unterschiedlich Tierärzte, selbst in der gleichen Praxis arbeiten, da alle natürlich auch unterschiedliche Erfahrungen gemacht haben. Und man merkt auch deutlich, wer besser mit Katzen kann und auf dessen Bedürfnisse eingeht und wer nicht.
Außerdem werden auch Medikamente unterschiedlich dosiert. Da Bijou zum Glück eine gute Wundheilung hat und diese mit der niedrigeren Dosierung
gut klar kam, habe ich mich auch für diese entschieden.

Zusätzlich werden wir von meiner Tierheilpraktikerin betreut. Lieben Dank hierfür ♥

2 Tage später, am 26.07.2019 wurde die Drainage ohne Narkose entfernt, da ich keine zusätzlichen Narkosen wünsche und Bijou bei den ersten beiden Malen bei einem anderen Tierarzt in der Praxis auch wirklich alles super mitgemacht hat, ohne zu großes Geschrei etc.
Leider wurde Bijou beim letzten Mal sehr weh getan bei der Behandlung und sie hatte hiervon ein Trauma zurück behalten. Wir haben zwar mit meiner
Heilpraktikerin Stefanie Schult versucht das Trauma zu lösen, aber gestern zeigte sich dann, dass Bijou das wohl noch immer nicht vergessen oder verarbeitet hat.
Bijou schrie und versuchte ständig zu flüchten. Die Tierarzthelferin hielt sie an den Hinterbeinchen und ich hielt sie vorne. Vor lauter Angst, hatte sie sich
wieder eingekotet.
Zum Glück konnten wir sie gut festhalten und die Klammer konnte entfernt und die Drainage gewechselt werden, ohne das eine Narkose nötig gewesen wäre.
Für Bijou war das allerdings wieder einmal ein echtes Trauma, was sich Zuhause auch deutlich zeigte, indem sie sich komplett zurück zog und auch sehr wenig gefressen hat. 
Ihr Vertrauen zurück zu gewinnen, wird wieder einmal nicht einfach werden.

Die letzte Drainage könne ich selbst ziehen, wenn ich mir das zutrauen würde.
Ich bin schon gespannt, da die TÄ diese so kurz gemacht hat, dass ich vermutlich nur mit einer Pinzette ran kommen werde.
Ich kann nur hoffen, dass Bijou mir genügen vertaut, dass ich die Drainage ohne Probleme gezogen bekomme.

Auf meine Frage bezüglich der Entfernung des linken Analbeutels riet man mir eher davon ab, da hier Inkontinenz die Folge sein könne. 

Der Analbeutel sitzt sehr nah an den Nerven und wenn eine verletzt werden würde, dann hätte man ein Problem.

Eine Bekannte hat bei ihrer Katze beide entfernen lassen wegen immer wiederkehrender Entzündungen und alles verlief problemlos.

Nach Rücksprache mit einer anderen Tierärztin meinte diese auch, dass es nur wenige Fälle gebe, wo das passiert wäre, bei ihnen wäre ihr bisher noch kein Fall bekannt.

Die Kosten bei solch einer OP sind bei ca. 800-1200,00 Euro, je nachdem ob beide entfernt werden und vermutlich auch wie die OP verläuft.

Update Bijou 13.01.2019 3. Analbeutelabszess

Am 07.01.2019 (Montagabend) bemerkte ich bei Bijou erneut einen Analbeutelabszess auf der linken Seite. 
Den letzen bekam sie vor 8 Monaten entfernt.
Am Dienstag bin ich dann zum Tierarzt und wie es nun einmal so ist, wenn es schnell gehen muss, kann man sich seinen Tierarzt nicht aussuchen. Eigentlich hatte ich mit der Tierärztin bei den Katzen bisher gute Erfahrung gemacht.
Sie schaute sich Bijou´s Hintern an und obwohl sie sehen konnte, dass sich dort ein Knubbel befand, hat sie sich Gleitmittel auf den Finger getan und Bijou im Hintern rum gebohrt, die vor Schmerzen aufschrie. 
Als der Kateter gesetzt wurde, wollte Bijou einfach keine Ruhe mehr geben und hatte sehr viel Angst und wehrte sich sehr.
Die Tierarzthelferin meinte dann, dass es wohl in Ordnung sei, Bijou anständig im Genick Haut zusammen zu kneifen.
Da ich das Katertersetzen nicht gefährden wollte, habe ich gewartet bis dieser saß und der Helferin gesagt, dass sie Bijou loslassen soll. Da sie dem nicht direkt nachkam, habe ich ihr nochmals zu verstehen gegeben, dass sie Bijou sofort loslassen soll.
Ich habe Bijou dann auf den Arm genommen und sie hat sich direkt versucht bei mir zu verstecken.
Sie bekam dann auf meinem Arm die Narkose und Schmerzmittel und als sie schlief, habe ich sie hin gelegt.

Bijou hatte noch etwas mit der Narkose und vor allem mit dem Kragen Probleme. 
Bei der Fütterung hat sie sehr viel gefressen, was mich gewundert hat.
Danach hat sie sich unter dem Bett verkrochen und kam nicht mehr raus. Sonst kommt sie auf das Sofa zum kuscheln und schläft auch bei mir. Auch am nächsten Morgen kam sie nicht raus und wollte auch nicht fressen.
Da wurde mir das erste Mal klar, dass Bijou vermutlich ein Trauma von der Behandlung davon getragen haben könnte.
 
Um die Drainage zu wechseln hatten wir dann Donnerstag erneut einen Termin, aber ich hatte vorher schon einen anderen Tierarzt gewünscht, da ich Yoda wegen seines größer gewordenen Tumors mitnehmen wollte.
Mir war klar, dass ich diese Art der Behandlung nicht nochmal dulden würde und erzählte von meiner Erfahrung am Dienstag.
Trotz das Bijou auf meinem Arm war und der Tierarzt vorsichtig war, hat sich Bijou vor nackter Angst eingekotet und auch uriniert.
Da war mir klar, dass der letzte Tierarztbesuch tatsächlich seine Spuren bei Bijou hinterlassen hatte.

Die Drainage wurde entfernt und da der Heilungsprozess bei Bijou sehr gut aussah, wurde keine neue gelegt und alles sollte weiter gut abheilen.
Am 12.01. habe ich den Halskragen entfernt, da die Wunde komplett geschlossen war und ich keine Angst mehr haben musste, dass sich was entzündet.
Täglich kontrolliere ich die Wunde und Antibiotika bekommt sie auch noch.
Die Medikamente kann ich nur mit vielen Tricks geben, da sie sehr skeptisch ist und lieber nichts frisst.
Zum Glück kenne ich die Schreimaus ganz gut und kann sie überlisten. Zumindest bisher...

Herzlichen Dank an meine Tierheilpraktikerin Stefanie , die mir in der Zeit der OP moralisch zur Seite stand und Bijou danach homöopathisch begleitet hat und uns nun noch bei der Traumatheraphie unterstützt, damit die
negativen Ereignisse Bijou nicht den Rest ihres Lebens begleiten.

Update Bijou 14.05.2018

Im Mai 2017 hatte Bijou eine Verstopfung des Analbeutels auf der linken Seite.
Seither habe ich die Analbeutel alle paar Tage kontrolliert, indem ich ihr hinten drüber gestreichelt habe.
Mehr lässt das Fräulein leider nicht zu.

Freitagabend sah ich schon, dass hier wieder eine Beule entstanden war. Beim darüber streichen konnte ich auch 
feststellen, dass diese Beule bereits recht hart war. 
Samstagmorgen bin ich dann direkt zum Tierarzt.
Da an diesem Morgen sehr viel los war, musste der Eingriff etwas nach hinten verschoben werden, damit
Bijou ausreichend überwacht werden konnte in der Aufwachphase, was mich zumindest etwas beruhigt.
Narkosen sind für mich nach wie vor mit Adrinalinschüben verbunden.
Für Bijou war das alles extrem stressig und auch die Wartezeit hat hierzu einiges beigetragen.
Jedoch wollte ich nicht riskieren, dass hier wieder die Haut aufplatzt, wie letztes Jahr.

Beim Venenkateter legen und beim narkotisieren war ich noch bei Bijou, dann wurde sie operiert.
Der Eingriff an sich war recht schnell vorbei. Bijou wurde aber zum aufwachen noch zusätzlich eine Infusion angelegt.
Als Bijou wieder sitzen konnte und auch wach war, durfte ich sie mit nach Hause nehmen.
Sorgen macht mir nach Narkosen auch noch immer die Heimfahrt, was mit meinen schlechten Erfahrungen mit meinen
Kaninchen zu tun hat.
Daher hatte ich auch vorab der Tierärztin gesagt, dass ich nicht möchte, dass Bijou als Antibiotikum Convenia bekommt.
Ich bin mir relativ sicher, dass Convenia den Blutdruck senkt und sich daher nicht mit Narkosen verträgt.
Die Tierärztin hat sich das notiert und ein anders benutzt.
Sie bekommt Clavaseptin wie im Mai 2017 und als Schmerzmittel bekommt sie Onivor.

Leider hat Bijou dieses Mal mit der ganzen Geschichte mehr zu kämpfen wie letztes Jahr.
Die Narkosewirkungen waren deutlich länger spürbar. Außerdem war sie anfangs zu Hause sehr panisch wegen dem Kragen und
weil ihre Koordination durch die Narkose noch nicht richtig funktionierte.
Auch ihr Fressverhalten ist deutlich weniger als das letzte Mal.

Heute waren wir dann die Drainage wechseln lassen. Diese saß schon recht fest, was heißt das die Wundheilung gut funktioniert. 
Eiter war zum Glück kaum sichtbar. Mit viel Glück kann am Mittwoch die Drainage ganz raus und sobald die Wunde fast verheilt ist,
darf dann auch der Kragen ab. 
Bei Bijou ist das leider etwas schwierig, da sie auch an die Wunde gehen würde. Vermutlich juckt diese.


Ich möchte mich mal herzlich bei der Tierärztlichen Fachpraxis an der alten Spinnerei GmbH
bedanken ♥ Wenn man Anregungen hat oder seine Sorgen äußert, dann geht man hier ganz toll drauf ein. Außerdem ist der Umgang mit meinen
Katzen sehr freundlich und vorsichtig.